2009-04-24

schülerstreik










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2009-04-20

mein spiegel, teil zwei

nachdem ich gerade, zugegeben aus lernvermeidungsgründen, meinen letzten eintrag wieder gelesen habe, habe ich beschlossen noch eine weitere schmerzhafte, nein, eher unangenehme, selbsterkenntnis bekannt zugeben .

mein problem ist nicht mein selbsbewusstein, mein problem ist mein selbstwertgefühl.

zur erklärung: ich habe es im letzten halben jahr geschafft nicht nur mein studium weiterzubringen. ich habe nebenbei angefangen zu arbeiten und außerdem bin ich mittlerweile in der forschung aktiv. ich habe trotzdem zeit gefunden mich mit freunden zu treffen, auszugehen, zeit für meine hobbies zu finden, die familie unterzubringen und mir auch sonst den einen oder anderen spass gegönnt.
ich habe mir damit nicht nur bewiesen, dass ich in der lage mir eine leistung abzuverlangen die ich davor für nicht möglich gehalten habe, sondern auch, dass ich auf das was ich tue stolz sein kann. denn, meine leistungsfähigkeit hat ihren wert.
so, und nachdem ich jetzt in der lage bin, mit diesen anforderungen umzugehen wird es zeit mir neue zu suchen.
frühling, hmm, möglicherweise sollte ich das naheliegendste tun ...

2009-03-24

bittschriften

erkenntnis der letzen wochen:

ich verwende zu gerne, zu oft den konjunktiv in meinen satzkonstruktionen. insbesondere wenn ich sie an ein mir unbekanntes gegenüber adressiere.
die psychologische erklärung dazu wäre, dass ich verunsichert bin. und dass, ist natürlich nicht die idealste eigenschaft bei einer bewerbung. ergo, ich sollte die verwendung des konjunktivs künftig zurücknehmen.
memo an mich selbst.

2009-02-20

das alte lied

eine kurzgeschichte,
der anfang

derselbe verschneite halbwintermorgen wie am tag zuvor, oder war es noch derselbe? chuck war was diese zeitliche abfolge anging nicht sicher.
aber was heißt sicher, sicher war für ihn lediglich, dass es trotz des fahlen lichts und der fehlenden heizung, obwohl die stühle längst hochgestapelt waren, hier herinnen, in dieser ecke der dreckigen bar, hier war es freundlicher als in der stadt vor der tür, und trockener.
mit einem in einen kater übergehenden kalten rausch hockte er wie mittlerweile jeden morgen, oder auch erst seit gestern, an seinem stammplatz. der letzte der die bar verließ, spät nach den angestellten und meist gerade noch vor dem inhaber, der kam um die abrechnung der vergangenen nacht zu machen. das selbe spiel, abgenutzt und ausgetreten, und wie es chuck schien mit einigen nicht mehr vorhandenen teilen. ein morgen wie jeder andere also. und mit dem schalen geschmack des letzten drinks in seinem glas verfiel er wieder in seine trüben visionen die ihn seit jahren begleiteten.

ich bin derzeit einfach zu gut drauf um der geschichte mehr als den anfang zu geben.
aber hey, die nächste trennung kommt bestimmt.

2009-01-26

ein hohelied auf die produktivität

ich möchte diesen blog nicht so zu ende gehen lassen, wir standen uns eigentlich nicht sehr nahe, aber dieses ende würde der idee dennoch nicht gerecht.

was bleibt mir also zu sagen,

die beste entscheidung die ich im letzten jahr getroffen habe, war, mich für meinen job zu entscheiden. das schöne an der entscheidung war, dass sie mir so offensichtlich leicht viel. ich habe mir die arbeit angeschaut, die kollegen getroffen, gezeigt, dass ich der verantwortung gewachsen bin und dass ich die manuelle komponente beherrsche. und ich hatte den job,
es hört sich trivial an, aber im nachhinein muss ich zugeben, dass mir diese arbeit gut tut. ich habe wieder ein leben außerhalb meines studiums, zwar noch immer innerhalb der grenzen der medizin, aber nichtsdestotrotz bin ich hier kein unerwünschter student, nicht einer von hunderten, sondern das gesicht eines gleichwertigen kollegen. ich habe dadurch neue leute getroffen, leute die einfach unwahrscheinlich sind. und das meine ich positiv!
was mich ehrlich überrascht hat, war die tatsache, dass diese arbeit mein selbstbewusstsein in einer art und weise, in einem völlig unerwarteten ausmaß, gepusht hat. und das ist einerseits der verdienst meiner kollegen und anderseits darauf zurückzuführen, dass ich endlich etwas gefunden habe, mit dem ich mich, für mich selbst, von den meisten anderen studenten in meinem bekanntenkreis abhebe, abgrenze. ich bin in der lage, für noch etwas anderes als das studium zu leben, und welch überraschung, auch an der weiterentwicklung, an der, theatralisch gesprochen, wiedergeburt, meines privatlebens sind meine kollegen nicht unbeteiligt. ich habe mir hier selbst bewiesen, dass ich in der lage bin, aus dem trott der letzten jahre auszusteigen, und mich über die einfachen, weil vorgegebenen, wege hinwegzusetzen. ich musste wieder ein aktiver spieler werden; es war schön zu sehen, dass es keiner anstrengung bedurfte, ich musste lediglich die entscheidung dazu treffen; und die gelegenheit wahrnehmen. etwas vor dem ich bislang angst hatte, etwas das ich schließlich tun musste, etwas das mich hat wachsen lassen.
und so offensichtlich es auch ist, ein kleiner zusatzverdienst ist eine nette sache.
es macht spass, und mehr kann und will ich nicht erwarten.

2008-12-30

formulierungen die das jahr geprägt haben

linkage disequilibrium
obduktionsgut
generalverdacht
die harten holzrohre - die band
sirup süße tränen
apllikation von künstlichem speichel
ein appendix vom wahlfach
it takes a nation of millions to hold us back
psychotic gecko
non sequitur
cataclysmic
ballet of bonery
the powers that be
collapsible pony

2008-11-28

So muss ein waschbecken aussehen, dann klappts auch mit den nachbarn