ich möchte diesen blog nicht so zu ende gehen lassen, wir standen uns eigentlich nicht sehr nahe, aber dieses ende würde der
idee dennoch nicht gerecht.
was bleibt mir also zu sagen,
die beste
entscheidung die ich im letzten
jahr getroffen habe, war, mich für meinen
job zu entscheiden. das schöne an der
entscheidung war, dass sie mir so offensichtlich leicht viel. ich habe mir die
arbeit angeschaut, die
kollegen getroffen, gezeigt, dass ich der
verantwortung gewachsen bin und dass ich die manuelle
komponente beherrsche. und ich hatte den
job,
es hört sich trivial an, aber im nachhinein muss ich zugeben, dass mir diese
arbeit gut tut. ich habe wieder ein leben außerhalb meines
studiums, zwar noch immer innerhalb der grenzen der
medizin, aber nichtsdestotrotz bin ich hier kein unerwünschter
student, nicht einer von
hunderten, sondern das
gesicht eines gleichwertigen
kollegen. ich habe dadurch neue
leute getroffen,
leute die einfach unwahrscheinlich sind. und das meine ich positiv!
was mich ehrlich überrascht hat, war die
tatsache, dass diese
arbeit mein selbstbewusstsein in einer
art und weise, in einem völlig unerwarteten ausmaß, gepusht hat. und das ist einerseits der verdienst meiner
kollegen und anderseits darauf zurückzuführen, dass ich endlich etwas gefunden habe, mit dem ich mich, für mich selbst, von den meisten anderen
studenten in meinem
bekanntenkreis abhebe, abgrenze. ich bin in der
lage, für noch etwas anderes als das
studium zu leben, und welch
überraschung, auch an der
weiterentwicklung, an der, theatralisch gesprochen,
wiedergeburt, meines
privatlebens sind meine
kollegen nicht unbeteiligt. ich habe mir hier selbst bewiesen, dass ich in der lage bin, aus dem trott der letzten jahre auszusteigen, und mich über die einfachen, weil vorgegebenen, wege hinwegzusetzen. ich musste wieder ein aktiver spieler werden; es war schön zu sehen, dass es keiner anstrengung bedurfte, ich musste lediglich die entscheidung dazu treffen; und die gelegenheit wahrnehmen. etwas vor dem ich bislang angst hatte, etwas das ich schließlich tun musste, etwas das mich hat wachsen lassen.
und so offensichtlich es auch ist, ein kleiner
zusatzverdienst ist eine nette
sache.
es macht
spass, und mehr kann und will ich nicht erwarten.